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Sonntag, 9. Oktober 2016

LASIK Laser-OP–Ein Erfahrungsbericht Teil 3

Da sieht mans mal wieder, kaum im letzten Post über den einsetzenden Herbstanfang gefreut, prompt erwischt mich eine dicke Erkältung und legt mich mal eben flach. Danke auch, Herbst! Da es mir mittlerweile wieder einigermaßen geht, reicht ich heute hiermit den Abschlussteil meiner LASIK-Reihe (hier Teil 1 und Teil 2 zum Nachlesen) nach, der noch aussteht. IMG_20161001_163752203

Im letzten Teil geht es heute darum, wie es nach der OP weiter ging. Wenn jemand von der Brille abhängig ist, ist dies in aller Regel auch im Führerschein vermerkt und muss nach der OP ausgetragen werden, und auch sonst muss man auf einige Dinge achten. Viel Spaß dabei!


Nach der LASIK – der Führerschein

Ich hatte es am Ende von Teil 2 schon kurz angerissen – bei meinem zweiten Nachsorgetermin hatte mir der Optometrist bereits andeutungsweise gesagt, dass das Umtragen des Führerscheins nicht mehr ganz so einfach ist wie es mal war – in Bayern vor allem, aber auch teilweise schon in anderen Bundesländern. Das Bayerische Innenministerium hat nämlich beschlossen, dass ein einfacher Sehtest, der belegt, dass man 70% oder mehr sieht, nicht mehr ausreicht. Also den Führerschein bekommen kann man weiterhin mit dem stinknormalen Sehtest beim Optiker, aber nach einer Augenkorrektur-OP reicht das nicht mehr. Okay – muss man nicht verstehen. Der Optometrist meinte, ich solle es trotzdem mal versuchen, vielleicht klappe es ja…

Daraufhin habe ich in meiner Führerscheinstelle angerufen und hatte eine junge Frau am Apparat, die ich einfach “ganz blöd” mal gefragt habe, was ich jetzt machen muss, um meinen Führerschein umschreiben zu lassen. “Ja, also da brauchen Sie unbedingt ein augenärztliches Gutachten, passen Sie bloß auf, dass das nicht nur ein Sehtest ist!! Da muss alles drauf stehen, Kontrastsehen, Dämmerungssehen, alles! Wenn das nicht drauf steht, dürfen wir es nicht annehmen!!!!!!” – Holy Moly. Okay. So viel zu “Versuchen Sie es doch mal…” – das hatten scheinbar schon so viele “einfach versucht”, dass die dort direkt deutlich (!) darauf hinweisen. Also habe ich mir die Zeit gespart und gleich einen Termin beim Augenarzt gemacht. Oder – es versucht. Die Wartezeit bei allen fünf oder sechs Ärzten, die ich angerufen habe, betrug zwischen 5 – 16 Wochen. Halleluja!!!! Also das ist das erste, was ihr euch UNBEDINGT merken solltet, wenn ihr eine LASIK machen lasst: Rechtzeitig einen Termin beim Augenarzt machen!!!!! (Sofern ihr ein Gutachten braucht, was ihr vorher rausfinden solltet!)

Die Preise für das Gutachten, das übrigens eine Privatleistung ist und selbst gezahlt werden muss, schwankten zwischen 75 (bei den meisten), 85 bis hin zu 96 Euro. Ist nach der Lasik, die 2025 Euro + Augentropfen im Wert von nochmal knapp 100 Euro gekostet hat, nicht die Welt – aber kommt halt noch obendrauf, genauso wie der neue Führerschein, der je nach Bundesland/Führerscheinstelle auch nochmal kostet, bei mir waren es 30 Euro. Auch gut zu wissen vielleicht.

Ich habe also einen Termin für 5 Wochen später bekommen. An dieser Stelle hab ich mich dann schon dezent über Care Vision geärgert: Hätte man mir das früher gesagt, hätte ich schon einen Termin für 14 Tage danach ausgemacht (ganz direkt nach der OP ist auch nicht so gut, da sind die Augen ja noch nicht verheilt und so – eventuell zahlt man das Gutachten dann umsonst und besteht es (noch) gar nicht).

Egal – ich meine, man muss alles irgendwie positiv sehen und so dachte ich mir: Bis dahin sind die Augen jedenfalls super verheilt und es klappt auf jeden Fall. Autofahren konnte ich bis dahin nicht – der Optometrist meinte zwar, ich soll den Sehtest dabei haben und den einfach bei ner Kontrolle mit abgeben, das klappt dann schon, aber ganz ehrlich?? Da braucht es bloß blöd laufen, ich baue einen Unfall, die Versicherung sagt “Wieeee, ohne Brille gefahren?! Da ist der Führerschein ja ungültig!!!11 Na prima, da zahlen wir nicht!” und zack, war die ganze Sache noch deutlich teurer als eh schon. Da nehme ich lieber mal paar Wochen den Bus.

Fünf Wochen später: Das Augenärztliche Gutachten

An einem Freitag im August war es dann so weit: Das Gutachten sollte erstellt werden. Um 9 war der Termin, ich stand allerdings schon um 8:30 auf der Matte – immerhin wollte ich möglichst danach noch zum Amt und den neuen Führerschein beantragen. Biometrische Passfotos hatte ich vorher schon in einem uralten Automaten erstellen lassen (GRAU-EN-VOLL!), ganz spontan, ungekämmt, ungeschminkt, mit schulterfreiem Oberteil – ich sehe aus wie nackt und tot. Aber egal, wer wäre ich denn, dass ich als einzige ein annehmbares Foto auf dem Führerschein haben wollte?! - Eben.

Beim Augenarzt ging es wie erhofft recht fix, die ersten Tests wurden alle von einer Arzthelferin ausgeführt: Erst der automatische Sehtest mit dem netten, bunten Heißluftballon, danach das Farbsehen (die Rot-Blau-Orange-Grün Farbtafeln, die ich schon von meinem Praktikum beim TÜV kannte, diesmal nur ein ganzes Buch davon) und danach das Dämmerungssehen mit und ohne Blendung. Dabei schaut man in ein Gerät, während ein Schaumstoff-Rand verhindert, dass Licht von außen eindringt, und soll im Halbdunkel erkennen, an welcher Stelle ein Kreis offen ist. Das Ganze sieht wirklich aus wie bei starker Dämmerung, wenig Kontraste, alles sehr dunkel. Ohne Blendung ging es eigentlich ganz gut, ich konnte gut erkennen, wo der Kreis offen war, mit Blendung war das ganze schon etwas schwieriger – dreimal habe ich es sehen können, beim letzten Mal gut geraten („Oben?!“ – „Jawoll!“).

Danach ging es an eine andere Maschine, die mein Gesichtsfeld erfassen sollte. Das war echt anstrengend. Ein Auge wurde jeweils mit einer Augenklappe verdeckt, mit dem anderen Auge sollte man auf vier kleine, rote Punkte gucken und auf einen Knopf drücken, wann immer iiiiirgendwo im gesamten Gesichtsfeld ein weißer Punkt auftauchte. Problem: Dieser Punkt taucht nur einen Wimpernschlag lang auf und ist auch immer unterschiedlich hell, so dass ich mich kaum zu blinzeln traute und auch manchmal nicht sicher war, ob da was war oder ob nur irgendwas reflektiert oder gespiegelt hat. Puh. Dadurch, dass ich die Augen weit aufgerissen hatte, wurden sie natürlich auch entsprechend trocken und unangenehm, manchmal verschwamm die Sicht auch ein wenig, woraufhin ich dann blinzeln musste – und immer Schiss hatte, einen Punkt zu verpassen. Manchmal hab ich auch aus Versehen gedrückt, obwohl gar kein Punkt da war – einfach aus Nervosität. Allerdings scheint auch dieser Test letztendlich geklappt zu haben, beanstandet hat jedenfalls niemand was.

Zuletzt ging es zu einer jungen Ärztin, die meine Augen mikroskopisch untersucht und auch den Netzhauthintergrund angeschaut hatte (soll ich dann auch alle 2 Jahre unbedingt prüfen lassen), außerdem gab es einen “echten” Sehtest. Die Ergebnisse waren nicht mehr ganz so gut wie bei Care Vision – links 100% und rechts „nur“ 90% Sehstärke, insgesamt 100% - absolut normal und ausreichend, selbst fürs Auto, aber nicht mehr die 150% halt. Schon schade irgendwie, ich hätte ja im Flohzirkus sogar die Flöhe wirklich springen sehen können, aber okay. Meine Augen sähen top aus, meinte sie, alles bestens, super Ergebnis, gerade auch bei meinen Ausgangswerten, und halb „aus Spaß“ gab sie mir dann noch eine kleine Tafel in die Hand. Ich könne ja mal probieren, ob ich die kleinen 3D-Figuren erkennen kann, die darauf abgebildet sind. Kennt ihr die Bilder von früher, wo man bei langem Hinsehen auf komisch gemustertem Hintergrund 3D-Figuren raustreten sah? Genau sowas. Nur viel leichter zu sehen. Da war ich echt begeistert. Oben mittig gab es einen Stern, rechts unten sah ich ein Auto (Cabrio!) und links unten saß eine Katze – wobei ich mir da nicht ganz sicher war, ein Tier mit Schwanz halt. Aber Katze war wohl richtig, die Ärztin war begeistert: „Perfektes räumliches Sehen haben Sie auch noch, super!“ Super, indeed.

So. Und jetzt – fing die Sache an, richtig schief zu laufen. Die Ärztin füllte das Gutachtenformular aus (handschriftlich). Und es gibt auf diesem Formular einen Punkt, der heißt “Auflagen: Ja/Nein.” So super auch alle Tests gelaufen waren, die Ärztin war der Meinung, sie MUSS da unbedingt eine Auflage reinschreiben! “Ja, hmmm, Auflagen.. was schreiben wir denn da mal rein.. ach, also eigentlich sollten Sie schon weiterhin einmal jährlich zur Kontrolle kommen weiterhin, immerhin können sich bei LASIK Patienten die Augen nochmal verschlechtern… naja, also eigentlich ja bei allen, aber bei LASIK-Patienten halt auch!” – und kreuzt glatt das Ja an und kritzelt “Jährliche Kontrolle” hin. Ich hab versucht, zu intervenieren, und habe gefragt, ob das jetzt heiße, dass ich jedes Jahr ein Gutachten machen müsse?! “Was? Nein! Was schreiben wir denn mal bei Gültigkeitsdauer.. ach, sagen wir 5 Jahre, das ist glaub ich normal” – Wooot? Alle 5 Jahre ein Gutachten und jährlich zur Kontrolle, sonst Führerschein los?!? Ich war geschockt und sprachlos.

Führerschein LASIK Augenärztliches Gutachten FALSCHHier seht ihr das Gutachten (schnelles Foto bei der FSST) mit der Auflage…

Ich muss dazu sagen, ich hatte vorher schon Horrorgeschichten gelesen in verschiedenen Foren, dass man alle paar Jahre (2 oder 5 meistens) ein neues Gutachten abliefern muss, hatte aber gehofft, dass das Humbug war. Daher wusste ich dann nicht mehr, wie ich noch hätte argumentieren sollen, ich hatte ja irgendwie damit gerechnet gehabt. Innerlich war ich auf 180: Jährliche Kontrollen mit Sehtests, Netzhauthintergrund alle zwei Jahre checken lassen, nach fünf Jahren neues Gutachten… ganz ehrlich, wer, wenn nicht ich, die ich seit 20 Jahren eine Brille hatte, wird wohl merken, wenn ich wieder schlechter sehe?? Jeder Normalo, der mit 18 seinen Führerschein bekommt, muss danach im Zweifel bis er 80 ist nicht mehr zum Augenarzt, sofern er nicht zwischendurch den Lappen verliert und SELBST DANN reicht ein stinknormaler Sehtest beim TÜV aus! Aber wehe, man hatte mal eine Brille. Dann steht man unter Dauerbeobachtung.

Um es vorweg zu nehmen: So ist es NICHT!! Ich kläre euch mal auf, wie es mir auf der Führerscheinstelle erklärt wurde, als ich meinen Führerschein abholen war:

  1. Die Gültigkeitsdauer des Gutachtens steht da immer und liegt auch bei 2 oder 5 Jahren, die besagt aber NUR, dass man ein Gutachten so lange einreichen kann (damit niemand mit einem 15 Jahre alten Gutachten auftaucht und sagt “Hier, alles fit!”), und NICHT, dass man nach Ablauf immer wieder ein neues machen muss!
  2. Auflagen sind auch wirklich Auflagen und bei einem normalen Post-LASIK-Gutachten absolut unüblich! Die sind für fortschreitende Krankheiten oder wenn jemand nicht bei Dunkelheit fahren darf oder so. Eben Auflagen für den Führerschein! Da bei meinem Gutachten handschriftlich hinzugefügt worden war, dass eine Auflage besteht, hätte mir die FSST nach Ablauf des Jahres eine Aufforderung zugeschickt, dass ein neues Gutachten zu erbringen sei.

Da meine Ärztin einfach nur jung und unerfahren war und mir quasi “einen guten Rat”, nämlich jährliche Kontrolltermine wahrzunehmen, eingetragen hatte, habe ich bei der Praxis angerufen, die Situation geschildert und gefragt, ob man mir nicht ein normales Gutachten erstellen könne, ohne Auflage (die ja keine war). Ja klar, ach du liebe Zeit, das hätte die Ärztin sicher nicht gewusst, ja, sie regeln das. Zwei Tage später lag ein neues Gutachten (diesmal maschinell ausgefüllt) ohne Auflagen in meinem Briefkasten, das ich sofort zur FSST gebracht habe.

Führerschein LASIK Augenärztliches GutachtenHier seht ihr das ausgebesserte Gutachten (Scan) wie es aussehen muss!

Dort hat man sich an meine Situation noch erinnert (klar, keine Woche her, hat ewig gedauert, auch weil meine Akte verschollen war – Aktenschrank zusammengekracht, alle Akten ineinander gerutscht, etc. pp.) und direkt das neue Gutachten in die (neue) Akte mit aufgenommen. Somit ist mein Führerschein jetzt aktuell und gültig und ich muss nie wieder ein Gutachten einreichen.  Toi toi toi! Auch in 15 Jahren, bei der Erneuerung, sollte das alles ohne neue Tests ablaufen. Kapitel abgehakt!

Und damit fasse ich den zweiten Punkt zusammen, der für euch wichtig ist, falls ihr ein Gutachten beibringen müsst: Lasst eure Ärzte AUF KEINEN FALL eine Auflage reinschreiben! Hätte ich gewusst, dass das total unüblich ist, hätte ich viel deutlicher widersprochen und verhindert, dass eine eingetragen wird!


Übrigens mache ich mir seit der OP auch mehr Gedanken darum, was ich mir so auf und an die Augen klatsche. Ich habe mir eine sauteure, aber (von den Inhaltsstoffen her) hochwertige und sehr gut verträgliche Maskara gekauft – seitdem vertrage ich mein Augenmakeup auch wieder viel besser (oh Wunder..)! Früher, vor 15+ Jahren, habe ich einfach alles vertragen und die billigste Maskara/Kajalstifte etc. gekauft, die ich finden konnte. Sah gut aus? Passt! Mittlerweile bin ich über 30 und habe schon seit längerem mit empfindlichen Augen zu tun, sprich: Sie brennen leichter, wenn ich geschminkt bin, es wurde immer nach einigen Stunden unangenehm… seitdem ich nicht mehr in erster Linie aufs Geld, sondern vor allem auf Inhaltsstoffe und Verträglichkeit achte, merke ich, wie gut mir das tut.

Auch bei AMU mit grobem Glitzer achte ich darauf, dass der Glitzer extra für Augen freigegeben ist. Ich weiß beispielsweise nicht genau, wie das bei Stargazer Glitter Shakern ist, daher bin ich damit besonders vorsichtig in der Handhabung. Ich habe mir aber extra sauteure Glittersorten (hauptsächlich Nude-Nuancen) von unter anderem lit cosmetics besorgt, die auf ihrer Homepage schreiben “All Lit colours are made from a rounded plastic so you will never have to worry about the glitter irritating your eyes.” – ich finde das einfach beruhigend. Glitzern will ich nämlich!

Zum Abschluss zeige ich euch noch ein sehr aktuelles Foto aus der letzten Woche von mir ohne Brille, dafür mit glitzernden Augen (was man quasi nicht sieht. Yay.):

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Mein Fazit: Ich bin froh, es gemacht zu haben.

Ich werde definitiv regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen und sorgfältig auf meine Augen achten. Aber ich bin einfach sooo froh – mal ganz ab von all den kleinen oder größeren Ärgernissen, über die wir ja schon viel gelesen haben in den ersten beiden Teilen, – ich finde mich mittlerweile auch ohne Brille richtig hübsch – hübscher, sogar. Ich finde es toll, dass man mein AMU jetzt besser sieht. Wie hat meine Schwiegercousine, auch Brillenträgerin, irgendwann mal gesagt? Sie hatte sich tolle Smokey Eyes schminken lassen, für ihr Gefühl schon fast too much, und als dann die Brille auf kam, hats keiner mehr erkannt. Natürlich weiß ich, dass man auch mit Brille herrliches AMU tragen kann, das man auch sieht, aber – so eine Brille schluckt schon irgendwie auch viel. Da muss man sich erstmal dran gewöhnen, dass da keine Brille mehr ist, die einen gefühlten Schutz bildet, wenn das AMU mal wieder etwas zu dunkel geworden ist… (das hier oben war mir im ersten Moment vieeel zu dunkel, gerade mit geschlosseneren Augen! Eieiei! Comfort Zone ade!)

So oder so – ich hoffe, euch hat dieser kleine Dreiteiler gefallen, und vielleicht hilft er ja dem ein oder anderen sogar bei einer Entscheidungsfindung oder dabei, Ängste abzubauen. Mein Angebot steht, ihr dürft gerne alles fragen oder mich privat kontaktieren, wenn ihr mich löchern wollt. Ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag und melde mich demnächst wieder mit vieeeeel mehr Bastelkram! :D

Freitag, 9. September 2016

LASIK Laser-OP–Ein Erfahrungsbericht Teil 2

Nachdem der erste Teil meines Erfahrungsberichts schon eine große Resonanz erhalten hat, habe ich mich beeilt und hier folgt nun der zweite Teil. Darin geht es um die OP an sich und die Zeit danach – der erste Tag, die erste Woche.

Der ersten Teil, in dem es um die Entscheidungsfindung und die Überlegungen vor der OP geht, ist
>>>
HIER <<<
nochmals zum nachlesen.

Jetzt: Viel Spaß beim zweiten Teil!


V. Die LASIK

Ursprünglich wollte ich am Samstag vor der OP, die um 13:30 Uhr angesetzt war, noch schwimmen gehen. Kurzfristig habe ich mich jedoch dagegen entschieden, um mit der Schwimmbrille oder dem Chlorwasser meine Augen nicht unnötig zu reizen. So sind wir gemütlich mittags ins Care Vision Laserzentrum gefahren, im Gepäck die Sonnenbrille ohne Stärke, meine Augentropfen und meinen Mann, und das Abenteuer konnte losgehen.

Nach der Begrüßung wurde ich ein letztes Mal vor der OP von einer Optikerin aufgerufen, die einen letzten Sehtest mit mir durchführte. Danach erhielt ich eine „Entspannungstablette“ und musste noch eine Weile warten. Irgendwann wurde ich von einer freundlichen Assistentin abgeholt, die mich in den OP-Bereich brachte. Sie erklärte mir den groben Ablauf, staffierte mich mit Kopfhaube, OP-Kittel und Schuhüberziehern aus und tropfte mir Betäubungstropfen und etwas später antibiotische Tropfen zur Desinfektion in die Augen. Meine Hände wurden desinfiziert und meine Augenpartie mit Jodlösung eingeschmiert (ebenfalls zur Desinfektion), und ich bekam ein zweites Mal Betäubungstropfen verabreicht. Danach hieß es warten. Und so langsam war ich echt, echt nervös.

Kurze Zeit später wurde ich von einer anderen Assistentin abgeholt und in den OP begleitet, wo mich mein behandelnder Arzt schon erwartete und fröhlich begrüßte. Ich legte mich nun auf eine große Liege, dann wurde mein Kopf millimetergenau ausgerichtet und ein großer Schwenkarm mit verrückten Gerätschaften über meinen Kopf gefahren. Der Arzt hat tatsächlich jeden einzelnen Schritt erklärt, viel mit mir gesprochen, vor allem immer Rückmeldung gegeben, wenn etwas gut gelaufen ist – sehr angenehm.

Der erste Schritt bestand darin, mein Auge offen zu halten (klingt easy, oder?). Dazu musste ich Richtung Stirn gucken und dann wurde mein Augenlid mit einem silikonartigen (?) Streifen „festgeklebt“ (ich glaube, das Prinzip war wie bei Frischhaltefolie: Das Silikon (?) haftete auf meiner Haut und ging hinterher ohne Rückstände wieder ab – bei echtem Klebstoff wären ja alle Wimpern mit rausgekommen…). Natürlich hatte ich zuerst einen Blinzelreflex, aber nach einigen Sekunden ging es ganz gut. Mein Auge war ja betäubt, ich erhielt sogar nochmal Betäubungstropfen, und auch zwischendurch tropfte der Operateur immer wieder Flüssigkeit auf mein Auge, damit es feucht bleibt. Das war also unproblematisch.

Als nächstes folgte ein Plastikring, den der Arzt außen auf meinen Augapfel gedrückt hat, wohl um ihn zu fixieren (das war schon leicht unangenehm durch den Druck). Danach erfolgten einige Tests, es wurde nochmal die Hornhautdicke gemessen, und im Hintergrund sah ich blinkende Lichter. Grün, rot, gelb und bläulich-weiß. Ich sollte immer den grünen blinkenden Punkt fixieren, sprich: Geradeaus gucken. Und nun folgte ein zweiter Plastikring (eine Art Saugglocke?), den der Arzt auf den ersten Plastikring drückte – und das tat wirklich fast weh, da dabei wirklich ziemlich großer Druck ausgeübt wird.

Da ich nun ja wusste, was mich erwartet (Loch in die Hornhaut schneiden, nach oben klappen…), war ich ein bisschen angespannt. Das Gefühl, zu wissen, dass dein Auge gleich aufgeschnitten wird, ist wirklich unheimlich. Irgendwie eklig. Beängstigend. Und dauernd der Gedanke „Isses schon vorbei? Ist die Hornhaut schon aufgeklappt?? Werde ich was merken?“ – anstrengend.

Dann plötzlich: „Achtung, jetzt wird es kurz ganz dunkel, nicht erschrecken – gucken Sie einfach weiter geradeaus!“, woraufhin es wirklich finster wurde. Und ich sag euch: Es ist gar nicht so leicht „geradeaus“ zu gucken, wenn man nicht weiß, wo geradeaus ist! Da half die Stimme im Hintergrund: „Ja, super, genau so bleiben, Sie machen das toll!“.

Plötzlich war das Licht wieder da, mein grüner Punkt blinkte fröhlich vor sich hin und ich wusste endlich wieder, wohin ich gucken muss. Dass meine Hornhaut mittlerweile aufgeschnitten worden war, merkte ich daran, dass der Arzt nun sagte: „So, wir wärmen jetzt den Laser auf, Sie hören das Brummen, es passiert noch nix!“ – dann die Assistentin: „Rechtes Auge, <Dioptrien soundsoviel>, Laserzeit 20 Sekunden, <Fachchinesisch>“ – Dr.: „Okay, jetzt kommt der Laser. Sie werden nix merken!“ – und dann roch es plötzlich nach verbrannten Haaren. Der Laser hat dreimal mit kurzen Unterbrechungen gelasert, und währenddessen konnte ich live miterleben, wie der grüne Punkt von Golfballgröße auf Stecknadelkopfgröße schrumpfte und immer schärfer wurde. Wahnsinn, echt.

Danach tropfte es wieder auf mein Auge und der Operateur fuchtelte mit einem weißen Wattebausch (?!) auf meinem Auge rum. „Ich streiche ihnen den Flap jetzt noch glatt, alles gut, wir sind schon fast fertig!“ – What?? Wahnsinn! Nach ein bisschen Streichen nahm er mir dann nacheinander die beiden Saugringe um den Augapfel ab, warnte mich, jetzt nicht reflexartig zu zwinkern, sondern langsam das Auge zu schließen und zu blinzeln. Und das war schon Auge Nummer eins.

Für das zweite Auge ging das Spiel nochmal von vorne los: Kopf ausrichten, nochmal Betäubungstropfen, Plastikringe, blinkende Lichter – genau das gleiche nochmal. Diesmal brauchte der Laser nur 15 Sekunden, bis alles fertig war, und der Flap schon wieder glattgestrichen wurde. Danach half mir die Assistentin von der Liege hoch, ich war noch ganz benommen, vor 10 Minuten war ich immerhin noch blind gewesen!, und bevor ich noch richtig gucke, zückt die Assistentin doch glatt eine Kamera und mein Arzt sitzt plötzlich neben mir auf der Liege. „Cheeeeeese!“ – Klick – fertig war das (leicht überbelichtete) Selfie, das ich später auch mit nach Hause nehmen durfte.

Nach der OP wurde ich wieder von Assistentin Nummer 1 abgeholt und in den Ruheraum gebracht, wo mich auch meine Tasche mit den Augentropfen erwartete. Eine andere Patientin lag schon in einer der Liegen, ich wurde ans andere Ende bugsiert und durfte mich erstmal ausruhen. Augen geschlossen halten, Entspannungsmusik anhören. Nachdem die andere Patientin gegangen war, machte Assistentin 1 mit mir die ersten Nachsorgetermine aus und tropfte mir nach und nach die drei verschiedenen Augetropfen in die Augen. Diese sollte ich am Behandlungstag jeweils stündlich alle drei nehmen, immer mit kurzem Abstand voneinander. Ab dem zweiten Tag nur noch viermal täglich (Tränenflüssigkeit weiterhin stündlich) und ab der zweiten Woche dann schon keine antibiotischen Tropfen mehr, sondern nur noch die anderen beiden. Die Tränenflüssigkeit soll ich bis 8 Wochen nach der OP noch nehmen (gerne auch länger), je nach Bedarf, d.h. wenn sich meine Augen trocken anfühlen, damit der Heilungsprozess angekurbelt wird.

Als die nächste Patientin nach mir aus dem OP kam und in einer Liege Platz nehmen durfte, kam mein Arzt nochmals zu mir und holte mich ab, um die Augen zum Abschluss mit dem Mikroskop zu kontrollieren. Danach war ich quasi entlassen, durfte meine OP Sachen wieder ausziehen und wurde nach vorne in den Besucherraum geführt.

VI. Heimweg und Abend

Nach der OP konnte ich schon relativ gut sehen. Zwar sah alles aus wie durch einen leichten Nebel, es lag ein leichter, milchiger Schleier über den Augen, aber das sollte nach Aussage des Arztes nach einigen Stunden weg sein. Die Sehkraft war schon ganz gut, soweit ich das abschätzen konnte, zumindest konnte ich deutlich schärfer in der Ferne sehen als vorher ohne Brille – aber die meiste Zeit hatte ich die Augen eh geschlossen.

Der Weg zum Auto war eine kleine Herausforderung. Ich hatte die Augen – wie gesagt – die meiste Zeit geschlossen, weil es angenehmer war, und ließ mich von meiner besseren (sehenden) Hälfte führen. Sonnenbrille brav auf, als Schutz gegen unabsichtliches Hinfassen, Blendempfindlichkeit und herumfliegende Insekten/Pollen, torkelte ich ein bisschen wie betrunken neben meinem Schatz her. Unser Auto stand im Parkhaus eines Einkaufszentrums und so sind wir noch eben schnell zu Aldi, Abendessen einkaufen – warum auch nicht, oder? Die Fahrt nach Hause verbrachte ich mit geschlossenen Augen und auch den größten Teil des Nachmittags. Ich legte mich aufs Sofa, die Augentropfen schön auf dem Sofatisch der Reihe nach aufgestellt, und eine Kosmetiktücherbox neben mir. Fernseher an, Augen zu – fertig.

Mein Arzt hatte gesagt, ich solle am ersten Tag weder lesen noch am Bildschirm arbeiten, TV auch nur, solange ich mich damit wohl fühle – Schonung ist angesagt. Das wusste ich bereits im Vorfeld und habe auch damit geplant, und es gibt Schlimmeres, als einen Samstag Abend vor dem Fernseher zu verbringen, richtig?

Das Tropfen war deutlich unproblematischer als gedacht, obwohl ich mich als völlige Null im Zielen herausstellte – aufs Oberlid, auf die Wange, aufs Oberlid, endlich ins Auge! –, es war gut hinzukriegen.

VII. Erster Nachsorgetermin

Sonntag um 10:40 Uhr begrüßte mich mein Arzt nach ca. zweiminütiger Wartezeit und führte mich in einen Nebenraum, wo ich auf einem Optikerstuhl Platz nahm. Zunächst untersuchte er meine Augen per Mikroskop, ob alles noch richtig an seinem Platz liegt und wie der Heilungsprozess so aussieht, und war damit augenscheinlich sehr zufrieden. Danach zeigte er auf Zahlenreihen an der Wand und fragte mich, ob ich da denn schon was lesen könne. Konnte ich. Und zwar die erste Tafel problemlos. Ob denn auf der zweiten Tafel vielleicht noch was ginge? Nachdem ich alle drei Zeilen vorgelesen hatte, und sogar die 8 erkannt hatte, um die zu erkennen er selbst sich nach vorne beugen musste, meinte er nur: „Okay, na da sehen Sie ja jetzt schon besser als vorher mit Brille!“. Wow. Ich war zwar nicht sicher, ob DAS wirklich stimmte, aber abgesehen von den gelegentlichen Sehverschlechterungen (die völlig normal sind und zu erwarten waren) hatte ich absolut das Gefühl, genauso gut zu sehen wie vorher mit Brille. Und das nach nicht einmal 24 Stunden. Wenn das kein Grund zur Freude war!

VIII. Zweiter Nachsorgetermin

Nach der OP durften meine Augen drei Tage lang kein Wasser abkriegen. Demnach habe ich aufs Duschen verzichtet – ja, angenehm ist anders! Ich habe im Wohnzimmer auf dem Sofa geschlafen, damit das weiche Kopfkissen nicht nachts aufs/ins Auge kommt, und die halbe Nacht ferngesehen und getropft. Schmerzen hatte ich quasi nicht. Ich erinnere mich, am ersten Tag ein oder zwei Ibus genommen zu haben, aber eher, weil ich dem Schmerzgedächtnis zuvorkommen wollte als wegen starker Schmerzen. Unangenehm ja, Schmerzen – nein. Da sind meine Tage jeden Monat schlimmer!

Am Mittwoch wollte ich gerne duschen und haarewaschen, da ich am Donnerstag den zweiten Nachsorgetermin hatte. Nach Adam Riese wäre das Tag 4 gewesen, also voll okay, aber sicherheitshalber (ja, ich bin ein Schisser, aber hey – die Augen haben jetzt 2000 Euro gekostet, da gehe ich lieber auf Nummer sicher!) habe ich nochmal bei Care Vision angerufen und mir bestätigen lassen, dass das jetzt okay geht. Ja. Ich durfte duschen und haarewaschen. Vorsichtig halt. Danach ging übrigens ein etwas seltsames Selfie an meinen WhatsApp-Bekanntenkreis: Ich mit Handtuchturban, ohne Brille, etwas zerzaust und mit blutunterlaufenen Augen (der Saugring hatte beim Aufbringen kleine Blutgefäße platzen lassen – nichts Beunruhigendes, aber im ersten Momant bin ich schon was erschrocken!) – Bildunterschrift: “Das erste mal ohne Brille geduscht!” – Ja.

Donnerstag hatte ich meinen zweiten Nachsorgetermin: Es wurden einige Tests vorgenommen, mein Augeninnendruck gemessen und ein Sehtest gemacht. Das Ergebnis war fantastisch: 150% Sehkraft mit beiden Augen zusammen! Hammer. Darüber wurde mir auch ein Zertifikat für den Führerschein zugesichert, allerdings mit dem Hinweis, dass ich wohl fürs Umtragen bei der Führerscheinstelle ein augenärztliches Gutachten vorweisen müsse – das Bayerische Innenministerium habe das erlassen. In anderen Bundesländern wäre das noch nicht so streng, und ich könne es auch hier nochmal ohne das Gutachten versuchen, vielleicht würde es ja klappen. Ahja. Na schön.

… dass das alles doch üüüberhaupt nicht so einfach war wie erhofft (und wie es auf der Care Vision Website zu lesen ist!), und mit was für bürokratischen Stolperfallen ich zu tun bekam, worauf ihr achten solltet etc. – das erfahrt ihr im letzten Teil demnächst!


Ich denke aber mal, das Interessanteste für euch war die OP an sich. Ich kann mich nur wiederholen: Piece of cake. Die OP an sich war wirklich Kinderkacke. Ja, ich war nervös. Ja, man ist wach dabei. Ja, man kriegt am aufgeklappten Auge rumgefummelt. Aber: Man kriegt davon einfach mal nichts mit. Der Gedanke ist weit schlimmer als die Realität, wie so oft.

Wer sich an einen erfahrenen Arzt wendet, sich über alle Risiken aufklären lässt, genaue Voruntersuchungen machen lässt und sich lange und ausführlich informiert – der braucht vor der Durchführung dieser OP wirklich keine Angst zu haben. Und das verspreche ich euch, ich, die ich noch keine OP in  meinem Leben hatte, die ich schon vor der Mandel-OP damals gekniffen habe aus Schiss und die ich vor jedem größeren Arztbesuch schlecht schlafe.

Ich hoffe, der zweite Teil war ebenfalls wieder hilfreich für euch, und wie immer: Sollten Fragen auftauchen, bitte meldet euch gerne! Ansonsten wünsche ich euch ein wunderschönes, sonniges Wochenende und melde mich demnächst mit dem letzten Teil wieder.

Montag, 5. September 2016

LASIK Laser-OP–Ein Erfahrungsbericht Teil 1

Mit dem heutigen Post möchte ich eine kleine Reihe starten, und zwar zu einem Thema, das vielleicht nicht so ganz in die Reihe passt, mir aber sehr am Herzen liegt – aus persönlichen Gründen. Ich habe mich vor ca. zwei Monaten einer Augen-Laser-OP unterzogen, einer LASIK, um meine Brille loszuwerden. Und da ich in meinem Umfeld mitbekommen habe, dass das Interesse an Erfahrungsberichten immens ist, möchte ich euch auch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Das Ganze wird sich auf mehrere Teile erstrecken, da der Erfahrungsbericht zieemlich lang geworden ist. Hier und da werde ich etwas kürzen/anonymisieren, aber im Grunde bekommt ihr hier meine ungefilterten Gedanken zu lesen und – ACHTUNG, Premiere! – ein oder zwei Fotos von mir zu sehen…

Zum Vergleich für euch hier noch meine Werte vor der OP: Links 6.0 sph, +1.0 cyl und 80° A // Rechts 6.75 sph, +1.25 cyl und 105° A – ich hatte also –6 bzw- -6,75 Dioptrien, was eine ganze Menge ist. Ohne Brille war ich quasi blind, weder konnte ich selbige wiederfinden, wenn ich sie verlegt hatte, noch mich in neuer Umgebung zurecht finden. Geschweige denn, dass ich das Gesicht meines Mannes erkannt hätte, wenn wir uns unterhalten haben. Mein Lieblingszitat, das einmal in einer hitzigen Diskussion fiel, als ich meine Brille nicht auf hatte: “Ich glaube, du guckst grade böse, aber ich sehs eh nicht, also kannst dus auch lassen...”.

Wie kommt man nun dazu, eine medizinisch nicht notwendige AugenOP durchführen zu lassen? Vorneweg: Die Eitelkeit war es bei mir nicht. Ich hatte mich gut mit meiner Brille (randlos, unauffällig, schmal) arrangiert und fand mich auch hübsch damit (hier ein Schnappschuss von einer Gartenparty an einem extrem heißen Augusttag, das war sogar noch meine alte Brille, die neuere war komplett randlos).

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Hier auf einem anderen Foto sieht man die neuere Brille und auch, wie dick sie war (trotz extradünner, extrem teurer Gläser):

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I. Die Entscheidungsfindung…

Ich erinnere mich, wie wir an Pfingsten vor über einem Jahr ehemalige Freunde von uns zu Besuch hatten. Sie hatte ihre LASIK schon länger machen lassen, war damals schon euphorisch gewesen, und erzählte uns diesmal von ihrem besten Freund, der sich jetzt auch habe lasern lassen. Und er sei ja so begeistert. Beste Entscheidung ever. Okay. Danach lief der Besuch etwas aus dem Ruder und neben einer zerbrochenen Tonkatze lag danach auch die Freundschaft in Scherben.

Ich erinnere mich aber auch, wie ich damals, nach der Laser OP meiner Bekannten, einer Freundin davon und von meinen Gefühlen erzählte: Neid. Allerdings relativierte ich dieses Gefühl sofort wieder, indem ich direkt damit fortfuhr, dass ich sagte, ich wisse gar nicht, was der Neid solle. Das Geld wäre vorhanden, ich könnte meine Augen auch jederzeit lasern lassen, außerdem – seien wir ehrlich – gäbe es an meinem Körper noch durchaus anderes Verbesserungspotenzial als eine unscheinbare Brille.
Damit war das Thema damals vom Tisch. Zunächst. Zwar ergaben sich zwischen meinem Mann und mir ab und zu Gespräche, in denen wir die Option diskutierten, ich fragte auch einmal bei einem Augenarztbesuch wegen einer Bindehautentzündung im Dezember unverbindlich nach, ob er, mein Augenarzt, Lasern für eine gute Idee hielte, so ganz prinzipiell. Ein kurzer Blick auf meine Werte: „Ja, bei Ihren Werten auf jeden Fall!“ (Sehe ich echt so schlecht??) Die Diskussion endete aber immer mit einem vagen „Ja, schaun wir mal, können wir schon irgendwann mal machen…“. Alles noch in weiter Ferne sozusagen.

Erst als ich mich vor einigen Monaten dazu entschied, wieder mehr Sport zu machen (schwimmen an vorderster Front), kam das Thema wieder auf den Tisch. Denn, wer sportlich schwimmt und nicht gemütlich paddelt, weiß: Schwimmen mit Brille aufm Kopp geht einfach nicht. Punkt. War ich mit meinem Mann schwimmen, ließ sich dieses Problem sehr einfach lösen: „Schatz, ist hier frei? Kann ich schwimmen?“ – „Bissel nach rechts noch, dann passts.“ Oder ich schwamm ihm einfach hinterher. Nun lässt es sich aber realistischerweise einfach nicht einrichten, dass er viermal die Woche mit mir schwimmen geht, wie ich es für mich eingeplant hatte. Ich hätte mir für viel Geld eine Schwimmbrille mit Stärke besorgen können, wobei ich dann wieder aufgeschmissen gewesen wäre, hätte ich sie einmal zu Hause vergessen. Außerdem stand die Option Lasern ja schon lange im Raum, und so sagten wir uns: Machen wir eben einfach mal nen Termin. Kostet ja noch nix. Einfach mal fragen, ob die einfachere, ungefährlichere und schnellere Methode LASIK bei mir überhaupt in Frage käme – also haben wir einen ersten unverbindlichen Termin bei Care Vision in Nürnberg vereinbart.

II. Der erste Termin

Bei diesem Termin wurden hauptsächlich diverse Tests gemacht, Arzt bekam ich noch keinen zu sehen. Meine Brille wurde vermessen, meine Hornhautdicke, Augeninnendruck, Sehstärke (automatisch) und welches Auge mein starkes Auge ist. Danach wurde mir mitgeteilt, dass ich prinzipiell für eine LASIK in Frage käme, Hornhaut sei dick genug, was es insgesamt kosten würde (2025,- für beide Augen zusammen) und wer mein behandelnder Arzt sein würde. Bis zum nächsten Termin sollte ich eine Infomappe durchlesen, in der die LASIK Methode ausführlich beschrieben war, auch alle Risiken und Vorsichtsmaßnahmen, meine Anamnese abgefragt wurde und ich auf jeder Seite meine Unterschrift abgeben musste: Ja, ich habe die Seite gelesen und verstanden. Die bekam ich also mit nach Hause.

Danach ließen wir das Ganze erstmal sacken. Die Vorstellung, irgendwann sehen zu können, war schon immens. Aber die Kosten natürlich auch. Andererseits: in den letzten paar Jahren habe ich für meine diversen Brillen, Kontaktlinsen (die ich gar nicht mehr vertragen habe, liegen noch fast unberührt in meiner Schublade im Flur) und Sonnenbrille bestimmt ca. 1000,- ausgegeben – bei den allerbilligsten Gestellen und Sparangeboten. Da bei meiner Stärke die Brillengläser extra dünn geschliffen werden müssen, natürlich aus Kunststoff (empfindlich hoch 10!), läppert sich das halt schnell. Und das, obwohl mir eine Brille nach knapp 3 Jahren auf Kulanz noch umgetauscht wurde, als ich (aufgrund falschen Putzverhaltens, also eigenverschuldet) die Beschichtung zerstört hatte und nichts mehr sehen konnte. Eigentlich hätte ich dafür nochmal 300+ Euro blechen müssen. Zudem liegt an jeder Ecke eine Brille parat: Neben dem Bett, in der Dusche (zum Rasieren!), in meiner Handtasche die Sonnenbrille, und fragt nicht, bis ich die auf- oder abgesetzt habe! Ein riesen Akt.

Ein Argument für die OP war natürlich, dass ich eine LASIK-Kandidatin war. Die LASIK ist die schmerzlosere Methode, bei der die Hornhaut aufgeschnitten und aufgeklappt wird, so dass ein kleiner Deckel (der sogenannte „Flap“) wegsteht. Im darunter liegenden Bereich wird dann die Korrektur vorgenommen und anschließend der Deckel wieder draufgeklappt. Der Deckel saugt sich dann wieder an der Schnittstelle fest, so dass dieser eine natürliche Schutzfunktion bietet. Bereits innerhalb von 24h nach der OP kann man dann relativ normal sehen und ist nach wenigen Tagen wieder fit.

Die Entscheidung fiel gar nicht so wirklich bewusst, aber irgendwie war sie plötzlich gefallen: Wir haben für Anfang Juni einen zweiten Termin bei Care Vision vereinbart.

III. Der zweite Termin

Diesmal wurden nochmal die gleichen Tests durchgeführt wie beim ersten Termin, einfach sicherheitshalber, aber zusätzlich wurde meine Sehstärke von einem Optiker nochmals exakt ermittelt. Danach bekam ich Augentropfen, die meine Pupillen weiteten, und musste nochmal meine Sehstärke messen lassen. Danach folgte ein Gespräch mit meinem behandelnden Arzt. Dieser untersuchte meine Augen gründlich unter einem Mikroskop, ob es beispielsweise Probleme mit der Netzhaut geben könnte etc., aber auch dabei lief alles glatt. Im Anschluss bekam ich die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Irgendwie hatte ich aber keine echten Fragen, ich hatte zwischenzeitlich schon viel im Internet nachgelesen. Zwar habe ich meine Fragen trotzdem nochmal gestellt, sicherheitshalber, aber keine neuen Informationen erhalten.

Nach diesem Gespräch ging es nach Hause, vorerst war alles fertig, es fehlt nur noch der OP-Termin: Der 09.07.16 sollte es werden. Ich hatte beim zweiten Termin ein Rezept für drei Sorten Augentropfen erhalten (antibiotische, kortisonhaltige und künstliche Tränenflüssigkeit), diese sollte ich zum OP-Termin mitbringen. Außerdem eine Sonnenbrille ohne Stärke und eine Begleitperson.

IV. Der Tag vor der OP

Am Freitag Morgen, dem Tag vor der OP, erhielt ich eine sehr liebe Whatsapp-Nachricht von meiner Tante, die mir Glück wünschte für den nächsten Tag. Meine Antwort: „Danke, ich freu mich schon so! Kaum zu glauben, dass ich ab morgen keine Brille mehr brauche.“ – Doch nach dem Absenden wurde ich plötzlich stutzig. Stimmte das denn?? Würde ich danach keine Brille mehr brauchen? In der Informationsbroschüre hatte gestanden, dass ca. 90 oder 95% der Leute danach ohne Sehhilfe zurecht kommen. Und, dass Werte von -0.25 bis -0.5 Dioptrien zurückbleiben können. Und plötzlich bekam ich Angst: Was, wenn ich danach immer noch eine Brille brauchen würde?? Also PC an, Google aufgerufen und los gings. Ich mache es kurz: Alle Erfahrungsberichte waren sehr positiv, aber eine Patientin hatte nochmal nachlasern lassen müssen, weil sie mit dem ersten Ergebnis nicht zufrieden war. Dies sei aber kostenlos gewesen und viel weniger schlimm als das erste Mal. Da wurde ich hellhörig: Kostenlos nachlasern lassen? Ist das bei mir auch drin?? Telefon gegriffen, Care Vision angerufen. Erleichterung: Ja, innerhalb eines Jahres ist Nachlasern im Preis inbegriffen. Die endgültige, stabile Sehstärke entwickelt sich scheinbar eh erst innerhalb der folgenden Monate, und auch erst dann, nachdem die Sehstärke stabil ist, kann entschieden werden, ob Nachlasern sinnvoll und nötig ist. Okay. Puh. Danach wurde mir klar: Selbst mit einer verbleibenden Reststärke von -0.5 dp wäre meine Lebensqualität derartig viel besser, dass es mir, auf Deutsch gesagt, scheißegal sein könnte.

Obwohl ich nun also beruhigt war, wurde ich langsam nervös. Ich wusste ja, wie die OP abläuft. Hatte Erfahrungsberichte gelesen. Schmerzfrei, innerhalb weniger Minuten vorbei, neues Lebensgefühl – aber dennoch, die Vorstellung, dass ich (ohne WIRKLICHE Not) an meinen Augen herumschneiden lasse… schon verrückt irgendwie!

to be continued


An dieser Stelle möchte ich den ersten Post zum Thema LASIK-Erfahrungsbericht vorerst beenden. Im nächsten Teil folgen dann die OP und die ersten Tage danach, und ich werde euch außerdem von der Zeit seither berichten und mit welchen bürokratischen Schwierigkeiten (Führerschein Sehhilfe austragen lassen etc.) ich zu kämpfen hatte.

Vorab möchte ich euch aber schonmal verraten, wie heute, nach zwei Monaten, das Ergebnis meiner Behandlung aussieht: Ich habe 100% Sehstärke mit beiden Augen, ich brauche keine Brille mehr und habe absolut keinerlei Einschränkungen im Alltag. Nachts nehme ich noch befeuchtende Augentropfen, weil ich da zwischendurch merke, dass meine Augen trocken werden, aber tagsüber kann ich darauf weitgehend verzichten. Wenn ich meine Augen schminke, werden sie schneller trocken als früher, aber das ist noch normal und wird sich noch bessern, wenn der Tränenfilm sich weiter stabilisiert hat.
Die augenärztliche Untersuchung nach vier Wochen bei einer unabhängigen Ärztin hat ergeben, dass von der OP fast nichts mehr zu sehen ist, alle meine Augenfunktionen (Dämmerungssehen, Kontrastsehen, Farbsehen, 3D-Sehen, Gesichtsfeld pi pa po) tip top in Ordnung sind und ich eigentlich jetzt besser sehe als viele “Normalsichtige” – kurzum: Die Ärztin war begeistert. Und ich bin es auch.

Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht ist interessant für euch – die AugenOPs nehmen ja immer mehr zu in letzter Zeit und in meinem persönlichen Umfeld (Arbeit, Freunde, Familie) ist das Interesse riesig. Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, stellt sie mir gerne jederzeit – in Kommentaren, per Mail oder WhatsApp (wer meine Nummer hat), ich beantworte euch gerne alles!

Dienstag, 23. August 2016

Günstige Dekoideen für eine Dinnerparty

Hallo ihr Lieben, ihr kennt mich ja mittlerweile und wisst, dass bei mir alles ein bisschen außergewöhnlich und vielleicht auch manchmal over the top ist – diesmal hatten wir uns für die Geburtstagsfeier meines Mannes nämlich ausgedacht, eine Dinnerparty zu schmeißen. So richtig mit mehrgängigem Menü, Einladungen und Menükarten, und allem pi pa po. Und wie ich eben so bin, wurden es am Ende nicht 3 oder 5 Gänge, sondern volle 8 (acht). Tja. So bin ich halt :D Dekoideen Dinnerparty Tischdeko Wasserperlen Schwimmkerzen Aqualinos lila 01

Heute möchte ich euch nicht nur Fotos von den Einladungen, der Feier und unserem Menü (zumindest auf Papier, das Essen haben wir tatsächlich nicht fotografiert bekommen) zeigen, sondern auch eine sehr günstige Dekoidee für eine solche Feier vorstellen. Aber first things first, unsere Einladungen:

Dekoideen Dinnerparty Einladung Feier Stampin Up Aus Liebe

Die Einladungen waren diesmal nur Postkarten, also nicht zum Aufklappen, dafür stand der Text direkt mit drauf, was mir unheimlich gut gefällt. Das Blumenmotiv habe ich mir ausgesucht, die Farben (Grau und Pflaume) mein Mann, und den Umschlag habe ich auch gleich passend mit bestempelt. Die restliche Tischdeko inklusive Menükarten und Gastgeschenken sollte sich dann an diesen Farben orientieren.

Dekoideen Dinnerparty Tischdeko Menükarte Stampin Up Gastgeschenke Goodies 00

Hier seht ihr unsere kleinen Gastgeschenke – es ist im Grunde nur ein Raffaelo, aber halt süß verpackt. Ich habe aus hitzebeständigem Acetat kleine Zierschachteln ausgestanzt und dann mit einem Schnörkelstempel creme-glitzernd embosst. Das fliederfarbene Kästchen, in dem das Raffaelo sitzt, habe ich auch selbst zusammengefaltet. Die Idee und Anleitung habe ich von hier – auch wenn ich meine Variante etwas abgewandelt habe.

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Das kleine Banner mit dem süßen Spruch “Schön, dass du da bist”, musste einfach noch sein. Wann sonst hat man die Gelegenheit für so viel Kitsch? Genau.

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Die Menükarten seht ihr hier. Die Zick-Zack-Treppenform hatte ich beim Stöbern im Internet entdeckt und mich umgehend verliebt, das Farbschema stand ja eh schon fest und ich habe das Blumenmotiv von der Einladung wieder aufgegriffen und mit einem kleinen lila Schmetterling ergänzt, der natürlich glitzert… 

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Und so sah unser Menüplan aus:

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Das Menü ist vor allem darauf ausgerichtet, dass man viel schon am Tag vorher vorbereiten konnte. Die Lachs-Spinat-Rolle wurde z.B. zusammengerollt im Kühlschrank aufbewahrt und dann nur noch aufgeschnitten, die Amaretto-Kaffee-Creme in Gläser geschichtet und über Nacht ziehen lassen, und so weiter. Einiges mussten wir zwar noch während des Dinners machen, aber dank meinem fantastischen Masterplan, den ich mit minutiösen Zeitangaben in die Küche an einen Schrank geheftet hatte, ging das echt reibungslos vonstatten. :D

Fotos haben wir in der Zeit natürlich keine mehr geknipst, aber die Käseplatte am Ende kann ich euch zeigen (da war der Stress ja dann vorbei..):

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Ich war in zig Geschäften rumgerannt und hatte Mini-Gebäck gesucht. Zwischenzeitlich hatte ich sogar überlegt, die Brötchen auch noch selber zu backen, aber dann habe ich doch noch was gefunden. Mini-Laugengebäck (Stangen, Knoten und Brötchen) und Mini-Baguettes von Coppenrath und Wiese. Yay. Dazu gab es selbstgemachten Feigensenf und Waldfruchtaufstrich in den kleinen Schälchen. Und man sollte es kaum glauben, aber selbst nach dem doch sehr üppigen Dinner wurde noch ordentlich zugegriffen!

Jetzt möchte ich euch noch unsere Tischdeko zeigen. Die sollte ja auch wieder in Creme- und Lilatönen gehalten sein, und ich hatte bei Pinterest ganz viele Ideen für Hochzeits-Tischdeko entdeckt. Darunter ein Bild von hohen Glaszylindern, die auf Spiegeln standen und mit Wasser gefüllt waren. Oben Schwimmkerzen, und unten im Wasser lagen diese hübschen Glassteine, die ihr bestimmt kennt. Jetzt hatte ich weder Glasgefäße noch lila Glassteine, und wenn ich überhaupt noch welche bekommen hätte, hätten die ein Schweinegeld gekostet. Also hab ich rumüberlegt, und bin auf folgende kostengünstige Idee gekommen: Aqualinos!

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Hier seht ihr die Tischdeko im Aktion und ihr erkennt hier auch sehr schön, wie die Aqualinos (aka Wasserperlen) unten unter den Schwimmkerzen im Glas liegen.

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So sah die Tischdeko ganz am Anfang aus, den Abend vor der Feier. Ich habe Glasgefäße besorgt (das ganz hohe gabs im Depot, die vier anderen großen jeweils bei Tedi für 1-2 Euro, Schnapper!, und die vier ganz kleinen bei Edeka, auch für je 1 Euro) und bei Depot auch gleich noch zwei Spiegelplatten mitgenommen. Auf dem cremefarbenen Tischläufer habe ich kleine Acryl-Diamanten in verschiedenen Lilatönen verteilt (je 2 Euro bei Ebay das Päckchen), und in die Gläser kamen lila Aqualinos und cremefarbene Schwimmkerzen. Für unsere Tischdeko habe ich drei kleine Tütchen Granulat verwendet, das insgesamt bei Ebay 1,69 Euro gekostet hat. Also wenn das keine supergünstige und gleichzeitig extrem schöne Tischdeko ist, weiß ich auch nicht!

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Hier sind die Aqualinos noch ganz winzig und sehr dunkel, wie ihr sehen könnt. Wir haben sie am Abend vorher ins Wasser gegeben, damit sie bei der Feier schon fertig aufgequollen sind, was dann so aussieht:

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Da die Aqualinos wirklich riesig werden, wenn sie lange quellen und genug Wasser haben, kommt man mit einer ganz geringen Menge aus. Es soll ja auch nur der Boden bedeckt sein.

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Und mit der richtigen Beleuchtung und angezündeten Kerzen sieht das wirklich, wirklich wunderschön aus. Ein lustiger Nebeneffekt ist übrigens, dass alle Gäste am Ende ins Wasser grabschen und die Kugeln rausfischen wollen, um zu gucken, wie die sich anfühlen und woraus sie bestehen.

Die Glasbehälter kann man danach entweder für die nächste Feier wegpacken oder gleich in die Alltagsdeko mit einbinden. Mit Sand und großen Stumpenkerzen, oder einfach nur ein paar hübschen Zweigen machen die nämlich auch echt was her.

Wie gefällt euch die Dekoidee mit den Aqualinos? Habt ihr die auch schonmal so zweckentfremdet benutzt? Ich muss sagen, die Gäste waren echt beeindruckt und begeistert, sowohl von der Deko als auch vom Menü (einige haben angekündigt, nächstes Wochenende wieder zum Essen vorbeizukommen – ob ich mir jetzt Gedanken machen muss?) – und trotz des Aufwands hat die Dinnerparty echt Spaß gemacht! Habt ihr auch schonmal eine veranstaltet? Ich kanns nur empfehlen, wenn ihr Lust auf eine kleine Herausforderung habt!

Sonntag, 3. Januar 2016

Happy 2016!

Hallihallo ihr Lieben, nach unserem Weihnachtsurlaub bin ich wieder wohlbehalten zurück in den eigenen vier Wänden – und ich wünsche euch allen ein wunderschönes, neues Jahr 2016! Ich wünsche euch Freude, Glück, Erfolg, vor allem aber Gesundheit und dass immer liebe Menschen um euch sind. Frohes neues Jahr euch allen!!

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Nachdem es heute Nacht angefangen hat, zu schneien (PÜNKTLICH nach Weihnachten und Silvester… hmmmpf!), zeige ich euch mit gutem Gewissen noch meine Weihnachts- und Winterimpressionen, die ich vor lauter Vorweihnachtsstress nicht mehr rechtzeitig verbloggen konnte. Oben seht ihr schonmal unsere Flurdekoecke mit Tischweihnachtsbäumchen, Räuchermännlein (den “singenden Pilz” hab ich in der Grundschule selbst getöpfert!) und Windlichtern. Das Mosaik-Duftlämpchen mittig im Bild ist von Yankee Candle und einfach nur traumhaft schön <3

Winteroase 03

Das Porzellan-Windlicht mit der fröhlichen Schneelandschaft war ein Spontanschnäppchen, weil ich mich bei der Schwiegermutter in ihres verliebt hatte, und ich finde es richtig zauberhaft.

Herbstoase

Hier seht ihr meine Herbst- und später Winteroase aus dem Wohnzimmer. Wie schon im letzten Jahr habe ich hier meine kleine Oase der Ruhe eingerichtet – die Protagonisten dürften größtenteils identisch sein, zumindest bis diese lustigen Gesellen dazu gekommen sind:

Winteroase

Diese sogenannten Gramperl (Schreibweise variiert…) verkleiden sich mit Fellen, Kuhglocken und gruseligen Masken und laufen zu Nikolaus mit selbigem im Berchtesgadener Raum durch die Gegend und malen unschuldige Menschlein schwarz im Gesicht an, bevor sie ihnen eins mit der Weidenrute um die Beine ziehen. Klingt barbarisch, ist aber einer der schönsten Bräuche aus meiner Kindheit und Jugend. Googelt mal danach, wenns euch interessiert!

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Abschließen möchte ich meinen Neujahrsgruß mit einem experimentellen Foto unseres Weihnachtsbaumes – eine Bokeh-Fotografie mit Sternchenschablone, damit die Lichtlein alle als Sterne zu sehen sind. Leider war es zu dunkel außenrum, so dass man vom restlichen Baum nichts mehr erkennt, das mache ich bei den nächsten Versuchen besser! Trotzdem hübsch, oder?

Nungut – ich wünsch euch einen wunderschönen Start ins neue Jahr und noch einen tollen Sonntag!

Dienstag, 6. Oktober 2015

Meine (negativen) Erfahrungen mit Nescafé Dolce Gusto…

Heute erzähle ich euch eine kleine Geschichte. Sie beginnt vor fünf Monaten, als wir nach unserem Umzug in die neue Wohnung zu dem Entschluss kamen, dass wir in Zukunft gerne Leute zum Kaffee einladen wollen können. Dazu muss man wissen: Mein Mann und ich sind beide keine Kaffeetrinker, daher gab es in unserem Haushalt nie eine Kaffeemaschine. Während des Umzugs hatten wir nun in meinem Schwiegervater einen tollen Helfer in der Not, der leidenschaftlicher Kaffeetrinker ist. Als ich dann in meiner Verzweiflung Kaffeepulver und –filter gekauft und den Kaffee von Hand gebraut habe – tröpfchenweise – stand fest: Die nächste Anschaffung wird ne Kaffeemaschine.

So weit, so gut – nur, welche?! Eine stinknormale Kaffeemaschine für Filterkaffee ist halt sehr einseitig, daher stand schnell fest, es sollte ein Kapselautomat werden. Gründe: Viel Auswahl, geht schnell, jeder kann was anderes trinken (Lungo, Cappu, sogar Kakao) und nachdem das Gerät ja nur für gelegentliche Gäste sein sollte, fielen der Umweltaspekt und der vergleichsweise hohe Preis für die Kapseln als Gegengründe weg. Aber wer sich schonmal mit diesem Thema beschäftigt hat, der weiß: Die Entscheidung für einen Hersteller mag wohl überlegt sein. Die Kapseln sind nämlich in aller Regel NICHT kompatibel und unterscheiden sich angeblich (kann ich ja nicht beurteilen) teilweise enorm im Geschmack.

Wir wollten uns zwischen Nespresso, Aldi/Starbucks und Dolce Gusto entscheiden. Nespresso war uns zu teuer und aufwendig für den gelegentlichen Gebrauch, Aldi/Starbucks kannte keiner von unseren Freunden (die ja schließlich das Zeug trinken sollten), aber mit Dolce Gusto waren sie alle vertraut und hatten das auch geschmacklich abgesegnet. Also dann. Ab in den Saturn, eine Maschine ausgesucht, gekauft, direkt Kapseln mitgenommen, alles tutti. Gab sogar zu der 50,- Maschine noch zwei 10+30,- Gutscheine dazu – supi!

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Die Maschine ist klein (sehr gut), gut zu reinigen (!), einfach zu bedienen und schnell noch dazu. Seither haben schon etliche Leute bei uns Kaffee, Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso oder auch den leckeren Kakao getrunken – alle begeistert und wir demnach ebenso.

Bis… ja, bis ich auf die Idee kam, die Gutscheine einzulösen, die es zum Kauf dazu gegeben hatte. Diese gelten bis 31.12.2015 und so dachte ich mir, da wir eh demnächst mal Kapseln nachfüllen könnten, bestelle ich doch mal im Online-Shop. Und da begann die Odyssee

Am 18.9., es war ein Freitag, habe ich also meinen Warenkorb gefüllt und wollte meine beiden Gutscheine eingeben. Da erscheint die rote Fehlermeldung: "Wir bitten um Verständnis, dass während der heutigen Promo-Aktion nur jeweils ein Gutschein eingelöst werden kann" – hmpf. Na gut, dachte ich, die HEUTIGE Aktion wird ja morgen vorbei sein, bestelle ich halt einen Tag später.

Pustekuchen. Am Samstag begrüßte mich derselbe Text. Da weder auf der Homepage noch sonstwo ein Hinweis zu finden war, a) was das für eine tolle Promoaktion ist oder b) wie lange sie dauert, hab ich an den Kundenservice geschrieben und gefragt, wann die Aktion vorbei ist. Eine Antwort erhielt ich bereits fünf Tage später… am 24.9. – mit dem Inhalt, dass es jeden Freitag die Promo-Aktion gibt und an diesem Tag jeweils nur ein Gutschein eingelöst werden kann. Soso. Warum die Meldung auch am Samstag erschienen war – man weiß es nicht.

Also hab ich mich dann direkt am 24. hingesetzt, wieder meinen Warenkorb gefüllt (mittlerweile waren direkt einige Sachen ausverkauft, z.B. gab es keinen stinknormalen Cappuccino mehr – äh, okay…) und versucht, die Bestellung abzusenden. Zunächst sah es gut aus, ich konnte beide Gutscheine einlösen und kam bis zum Bezahlvorgang: Hier musste ich mich zwischen Vorkasse, also Überweisung, und Zahlung per Kreditkarte entscheiden. Da ich keinen Bock hatte, die Überweisung von Hand durchzuführen, hab ich mich (blöderweise) für die Zahlung per Kreditkarte entschieden. Böser Fehler! Denn während des Bezahlvorgangs erschien eine Fehlermeldung: Der Service steht tempörär nicht zur Verfügung. Das Ganze wurde also automatisch abgebrochen und meine Bestellung wurde dann mit "Bezahlung ausstehend" in der Übersicht angezeigt.

Okay, dann eben doch Überweisung – dachte ich. Falsch gedacht. Denn: Zahlen konnte ich jetzt nirgends mehr. Also habe ich dann – schon leicht genervt – beim Kundendienst angerufen. Immerhin ne 0800er Nummer, also kostenfrei. Am Apparat hatte ich eine der Stimme nach zu urteilen junge Frau, die mich irgendwie nicht so richtig verstanden hat. Sie hat mir mitgeteilt, meine Bestellung könne ich jetzt so jedenfalls nicht mehr bezahlen und bei der ersten Bestellung ginge sowieso nur Vorkasse (Erstens: Warum kann ich Kreditkartenzahlung dann anklicken? Oder warum wird nicht wenigstens nur ne Fehlermeldung angezeigt und ich um Zahlung per Vorkasse gebeten?!, Zweitens: ich wollte ja nicht per Rechnung zahlen, sondern mit der VISA Karte!! Das geht überall anders problemlos, egal, die wievielte Bestellung es ist!) und meine Bestellung musste storniert werden. Sie meinte, in einigen Stunden wären meine Gutscheincodes wieder freigeschaltet – jetzt direkt könne ich sie jedenfalls erstmal nicht mehr nutzen. Achso.

Weil ich so langsam echt stinkig war, habe ich abermals eine Mail an den Kunden"service" geschrieben und meinen Unmut kund getan. Hat scheinbar niemanden interessiert – auf meine Mail vom Donnerstag, den 24.9. um ca. 13:30 Uhr bekam ich erst am Freitag, den 2.10. eine Antwort. Darin eine lapidare Entschuldigung, es täte ihnen leid, dass ich Probleme beim Online-Bezahlverfahren gehabt hätte, AAAAAABER! Das System sei ja für den Internet Explorer bzw Firefox Version xy optimiert, und ich solle doch mal schauen, ob mein Browser überhaupt up to date ist, und außerdem dürfen keine mobilen Endgeräte benutzt werden, bla bla bla bla – also eine Litanei an Sachen, die ich bestimmt alle falsch gemacht hätte, statt ner ernstgemeinten Entschuldigung. So sieht doch guter Service aus, oder? Nicht.

O-kay. Ich dachte mir, die Gutscheine löse ich noch ein, komme, was da wolle, ich gebe nicht kampflos auf! Also habe ich gestern den bisher letzten Versuch gestartet, endlich mal im Onlineshop zu bestellen. Ihr könnt es euch sicher schon denke: natürlich hat das wieder nicht geklappt! Diesmal erwartete mich eine neue Fehlermeldung: "Aus technischen Gründen ist derzeit keine Zahlung per Vorkasse möglich!"ich bin vor Lachen fast vom Stuhl gekippt.

Ich hätte mittlerweile nicht übel Lust, die Maschine zum Müll zu tragen und mir eine von nem anderen Hersteller zu besorgen. Derer gibt es ja genug und wer wirklich ne Tasse schwarzen Kaffee oder Espresso bei uns trinken will, wird es schon überleben, wenns kein Dolce Gusto ist. Davon abgehalten hat mich nur die Hoffnung, dass es mit dem Bestellen vor 2016 noch klappt und wir dann nur 10 Euro für die Maschine bezahlt haben. Da wir selbst das Ding ja eh nicht nutzen, verdient Nestlé, denen Nescafé Dolce Gusto ja gehört, an uns glücklicherweise nicht. Aber eins steht jedenfalls fest: Wer immer mich nach meiner Meinung fragt, dem werde ich DEFINITIV von Dolce Gusto abraten.  Und von Nespresso, was ja ebenfalls aus dem Hause Nestlé stammt, werde ich auch die Finger lassen.

Seid ihr Kaffeetrinker und habt einen Kapselautomaten? Von welchem Hersteller sind die denn so und wie schmeckt euch der Kaffee? Ich bin für Tipps offen, es kann sein, dass wir bald ne neue Maschine brauchen… *pfeif*

Dienstag, 29. September 2015

Zukunftsmusik…?

Hallo ihr Lieben, heute schreibe ich einen (langen!) Post, der mir zwar schwer fällt, aber schon längst überfällig ist. Ich bin sicher, ihr habt gemerkt, wie unregelmäßig ich hier seit Monaten poste. Es gibt zwar immer Gründe wie Stress, Urlaub, Krankheit (ja, grandioserweise war ich im Italien Urlaub auch noch krank – und bin bis jetzt, zwei Wochen nach dem Urlaub, immer noch angeschlagen, sprich: Mein linkes Ohr ist zu und ich schniefe und huste vor mich hin…) – diese Gründe sind aber längst nicht allein ausschlaggebend für meine niedrige Postfrequenz.

Und ich finde, es ist endlich mal an der Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen: Ich bin lackier- und vor allem designfaul geworden. In den letzten drei Wochen hab ich nicht ein einziges Mal meine Nägel lackiert. Warum? Das hat mehrere Gründe.

1. Meine Nägel. Sie gefallen mir schon seit Monaten überhaupt nicht. Seit dem Umzug sind sie brüchig, lösen sich schichtweise ab und ich muss sie dauernd kürzen – und zwar mehr, als ich angenehm finde. Außerdem ist meine Nagelhaut sehr trocken und macht die ganze Sache nicht besser. So macht es mir natürlich auch wenig Spaß, die Nägel zu lackieren oder Designs zu tragen.

2. Prioritäten. Meine Prioritäten haben sich mittlerweile ziemlich verschoben. Ich sitze in jeder freien Minute an meinem Basteltisch und werkle vor mich hin. Seien es Explosion Boxen, Babykarten oder schon die ersten Adventsgeschenke – was früher das Lackieren war, ist heute das Basteln. Ich hab so viele Projekte am Laufen, so viele Ideen, dass ich schlicht und ergreifend keine "Zeit" mehr fürs Nägel lackieren habe. Zumindest nicht in dem Ausmaß wie früher. Ich hab auch schon ewig keine Nagellacke mehr gekauft und wenn doch, dann versauern sie in der Schublade – mein Etat fließt fast vollständig in Bastelsachen.

3. Druck/Schlechtes Gewissen. Vielleicht kennt ihr das auch, wenn ihr selbst einen Blog habt. Man fühlt sich den Lesern ja auch verpflichtet. Mein schlechtes Gewissen hat inzwischen Ausmaße erreicht, die ich keinem erzählen kann. Es ist ein Teufelskreis: Ich blogge weniger, dementsprechend wächst der Druck. "Du hast schon seit x Tagen nix mehr gepostet, mindestens einmal die Woche muss doch echt drin sein!" – und schon sinkt die Lust weiter. Druck kann ja auch was positives sein, aber wenns um Kreativität geht, ist er doch eher hinderlich. Zudem ich überzeugt bin, dass man Blogposts anmerkt, ob sie mit Freude und Liebe geschrieben sind, oder eben unter Druck, weil "der Mottomonat vor der Tür steht und was gepostet/gepinselt werden MUSS".

Was wird also jetzt aus dem Blog? Vorneweg: Dichtmachen werde ich ihn nicht. Dafür liegt er mir zu sehr am Herzen und ich fände es zu schade, so einen rigorosen Cut zu machen. Ich bin ehrlich gesagt noch nicht 100%ig sicher, was ich mache. Ich hatte überlegt, hier länger zu pausieren und parallel einen zweiten Blog zu eröffnen, auf dem ich über meine Basteleien schreibe. Aber das kommt mir blöd vor – ein zweiter Blog wird das Lackierproblem nicht lösen.

Was ich definitiv tun werde und wozu dieser Blogpost schonmal der erste Schritt ist: Den Zwang wegnehmen.

– Ich werde auf jeden Fall den Mottomonat zumindest pausierenauch längerfristig. Das tut mir besonders leid, weil ich in euren Beiträgen immer lese, wie sehr ihr den Mottomonat mögt. Und ich ja auch. Aber in der letzten Zeit ist es ein richtiger (unangenehmer) Zwang geworden, am Ende des Monats ein neues Thema zu suchen und ein Design dazu zu machen. Das möchte ich einfach nicht mehr. Der Mottomonat sollte als Inspiration dienen, aber was für mich momentan daraus geworden ist, ist nur mehr Druck. Es ist schon vorgekommen, dass ich (und das kommt ja selten genug vor mittlerweile!) Lust auf irgendein Design hatte, aber mir dachte "Och ne, das passt gar nicht in den Mottomonat…" und das hat mich sogar noch ausgebremst. Also ist es denke ich an der Zeit, dem ganzen mal eine längere Pause zu gönnen. Ich hoffe, ihr versteht das und seid nicht allzu traurig darüber.

– Darüber hinaus werde ich die Themen, über die ich schreibe, (wieder) mehr variieren. Ich habe schon früher mal das ein oder andere Rezept gepostet, oder DIY Geschenkideen, in der nächsten Zeit wird es vielleicht auch mehr aus meinem Privatleben zu lesen oder sehen geben – im Herbst gehe ich gerne in den Wald, vielleicht kriegt ihr davon mal Bilder zu sehen, oder sowas in der Art eben.

– Bisher hatte ich immer Hemmungen, zu viel Bastelkram zu zeigen, weil ich mir ja eigentlich für den Blog Nageldesign auf die Fahnen geschrieben habe. Ich denke aber, das wird sich in der nächsten Zeit ändern. Wobei der Gedanke, hierfür einen neuen Blog zu eröffnen, immer noch im Hinterkopf herumgeistert. Andererseits gehört das Basteln momentan nunmal sehr zu meinem Leben und dieser Blog repräsentiert mich zu einem gewissen Teil ja auch – ach, diese Entscheidung schiebe ich noch eine Weile vor mir her. Was meint ihr denn dazu? Würdet ihr gerne auch mehr über meine Basteleien lesen oder sollte ich das lieber auslagern? Ich befürchte nur, dass es hier dann noch ruhiger wird… ach, schwierig. Hierzu würde ich echt gerne eure Meinung wissen! Ohne zu versprechen, mich auch wirklich danach zu richten… :D

Ihr Lieben, ihr ahnt gar nicht (oder vielleicht doch?), wie schwer mir dieser Schritt und dieses Bekenntnis fällt. Aber ich muss die Spirale aus Druck – Keine Lust – Schlechtes Gewissen – Mehr Druck – Noch weniger Lust… einfach mal durchbrechen. Wer weiß, wenn ich den Druck rausnehme und mein Gewissen entlaste, vielleicht kommt die Lackierfreude wieder zurück. Wünschen würde ich es mir – ich hab gerne schöne Nägel. Und es gibt noch so viele Designs, die ich bei euch immer wieder gesehen habe, die ich alle noch nachmachen möchte! Aber eben genau das: Möchte. Nicht muss. Genau dann und genau so, wie ich Lust habe.

Ich hoffe sehr, dass ihr mich versteht und vielleicht weiterhin trotzdem immer wieder mal reinschaut. Ein paar Festplattenfotos habe ich noch zu verbloggen und dann werden wir mal sehen, was die Zukunft bringt! Ich bin ja fast ein wenig gespannt… so ein kleiner Umbruch oder fast Neuanfang kann ja auch sehr heilsam sein.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!

Mittwoch, 29. Juli 2015

Liebster Blog Award

Innerhalb kürzester Zeit hat sich schon wieder ein Award zu mir verirrt – und zwar diesmal von der bezaubernden Caline. Dankeschön!!!

Diese Awards mit persönlichen Fragen mag ich eigentlich ganz gerne, sowohl zum Lesen als auch zum Beantworten – was ich nicht so mag, ist das Weitergeben, aber ich hoffe, du freust dich auch über meine Antworten allein :-)

  1. Lebst du noch in deinem Geburtsort? Warum/warum nicht?
    Nein. Ich bin schon einige Male umgezogen. Das erste Mal mit 8 Jahren, als sich meine Mutter von meinem Vater getrennt hat und wir ausgezogen sind – zwar nur 20km weit, aber in eine für mich komplett neue Welt. Dazu muss ich leider etwas ausholen. Ich komme ursprünglich von einem Bauernhof. Mein Opa und später mein Onkel haben einen Hof mit Milchkühen, verschiedenen kleineren Nutztieren und nem Haufen Weideland geführt. Von der Landstraße durch die bayerischen Dörfer führte ein kleiner, gewundener Weg in unser kleines Tal: Drei Häuser (darunter eine Gästepension, ebenfalls von meinem Onkel und seiner Frau geleitet, ein zweiter Onkel mit Familie, und wir), ein Stall, eine Fischzucht (gehörte dem Zwillingsbruder meines Opas) und vieeeeeeeeel Wald und Wiesen. Als ich das erste Mal mit meinem jetzigen Mann, gebürtiger Nürnberger, zu meiner Familie gefahren bin, dachte der, wir kommen entweder nie an oder fahren gleich den Abhang runter und landen im Fluss.
    Frühs bin ich um 5 mit in den Stall, im Sommer haben wir Fußball gespielt und Baumhäuser gebaut (ich hatte zwei Cousins im gleichen Alter, die da gewohnt haben), im Winter gabs Tiefschnee und teilweise Stromausfälle. Einfach idyllisch und wunderschön. So, mit meiner Mutter bin ich dann also in "die Stadt" gezogen – 15000 Einwohner, ein Rentnernest, aber es war eine komplett neue Welt für mich Pimpf. Gleichzeitig war das vermutlich aber auch das Beste, was mir zu dem Zeitpunkt passieren konnte. Ich lebte von da an in zwei Welten: Unter der Woche hab ich mich geschminkt, mit meiner Mädelsclique abgehangen und bin ins Kino gegangen, am Wochenende und in den Ferien bin ich mit meinen Cousins im Wald rumgetobt. Später wurden die Besuche bei meiner Familie weniger und die Teeniesachen in der Stadt mehr.
    Während des Abis ist meine Mutter jobmäßig aus dem schönsten Bayern nach Hessen gegangen, ich musste zum Studieren eh wegziehen, also bin ich zu meinem damaligen Freund nach NRW. Habe mir zeitnah eine kleine Studentenbude gesucht und in Bielefeld studiert. Gegen Ende meines Studiums habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt (wollte nach dem Studium eh wieder nach Bayern zurück) und bin kurzerhand nach dem Diplom hierher nach Nürnberg gezogen. Hier bin ich extrem glücklich und würde auch gerne noch lange hier wohnen bleiben – mal sehen, was die Zukunft bringt!
  2. Hast du dir je vorgestellt, auszuwandern? Wohin und warum/warum nicht?
    Ja! Kanada ist mein Traum. Zu den Waschbärchen <3 USA könnte ich mir auch vorstellen, England… England könnte sogar in nicht allzu ferner Zukunft was werden. Mal sehen – ich lass mich überraschen! Wenn ich nochmal umziehe, würde ich jedenfalls lieber ins Ausland gehen als innerhalb Deutschlands nochmal rumzuziehen.
  3. Was machst du beruflich (ungefähr, wenn du es nicht genau preisgeben möchtest)? Ist es dein Traumberuf?
    Nachdem ich in Bielefeld VWL studiert hatte, habe ich festgestellt, dass ich VWL gar nicht leiden kann. :D Momentan studiere ich also nochmal, und zwar Psychologie. Mein absolutes Traumstudium, ich hab eben den Bachelor fertig (mit 1.0, bissel angeben muss auch sein :D) und stürme jetzt den Master – ich liebe es!
  4. Wie steht dein Umfeld zu deinem Hobby, einen Blog zu führen? 
    Sie finden es alle toll. Und das find ich toll. Bei mir wissen es eigentlich alle: Meine Mutter und ihre Schwester (ich glaub, meine Tante liest regelmäßiger als meine Mutter, gell Mama?), mein Mann ja eh (und findet es total cool!) und seine komplette Familie auch. Von meiner Schwiegercousine habt ihr ja schon viel gehört, huhu!, und auch alle anderen kennen den Blog. Ich mache da kein Geheimnis draus – warum auch? Meine Nägel sehen sie ja eh alle, also was soll ich da groß rumtun?
  5. Wo, wie und womit machst du deine Blogfotos?  Und inwiefern bearbeitest du sie?
    Meine Fotos mach ich im Tageslicht, in der alten Wohnung auf dem Balkon, hier im Garten. Als Studentin hab ich diesen Luxus, und wenn das Licht schlechter ist, werden die Fotos halt auch anders, aber ein Fotostudio stell ich mir hier nicht hin, hab ich beschlossen. Ich verdiene immerhin kein Geld mit dem Blog, es ist mein Hobby, also lassen wir die Kirche im Dorf. Bearbeitet werden die Fotos auch nicht. Zugeschnitten natürlich, früher mit Wasserzeichen (heute denk ich mir: Was solls) – extremst selten spiele ich mal an Helligkeit/Kontrasten/Farben rum, aber wirklich nur alle Jubeljahre wenn die Fotos echt mies geworden sind.
  6. Trägst du deine Lacke auch mehrmals? 
    Ääääh. Tja. Ja! Aber nicht alle :D Manche hab ich doch glatt schon dreimal oder sogar noch häufiger lackiert – ich bin aber ehrlich, bei so vielen (neuen) Lacken ist das nicht oft so. Einige hab ich auch noch gar nicht lackiert – sollte da jemand sein Kaufverhalten überdenken?! Tatsächlich kaufe ich in letzter Zeit so gut wie keine Lacke mehr, momentan fließt mein Geld in Bastelkram … *pfeif*
    Glücklicherweise mache ich ja nebenbei auch Nagellackschmuck – da verwende ich viele meiner Lacke und habe mittlerweile sogar schon eigene Taschen für die Schmuck-Lacke (damit ich sie nicht aus Versehen lackiere und verbrauche.. wär ja noch schöner!) :D Mit dem Schmuck und dem Shop hab ich tatsächlich (!) schon Lacke leer bekommen und suche teilweise händeringend Ersatz für alte (LE-)Lacke, die es nicht mehr zu kaufen gibt…
  7. Führst du eine Liste über deinen Lackbestand, weißt du genau, welche Lacke du in deiner Sammlung hast oder lebt deine Sammlung ohne so ein System? 
    Nope. Ich habs am Anfang versucht, mit Excel, Nagelrädern bzw. –fächern und Aufklebern – aber ehrlich? Bei meiner Sammlung ist das einfach größenwahnsinnig. Hab es wieder aufgegeben und lebe jetzt nach dem Motto "Shopping my stash" – oder auch "Ooooooh was haben wir den da für ein Schätzchen!?"
  8. Welche Lackmarke und welche Lackfarbe ist bei dir am stärksten vertreten?
    Ha! Essence und P2 – weil ich einfach geizig bin :D Die Qualität find ich auch super, es gibt ne riesen Auswahl an Farben und Finishes etc. – ich steh auf Drogeriekram. Bei den Farben – die sind echt komplett bunt gemischt. Blau und Grün weniger, dafür viel Lila, Rot, Rosa, Nudetöne (ja, ich mag Braun und Beige und die ganze Farbfamilie!) – und vor allem natürlich Topper. Glitzer kann man nicht genug haben, mein Lebensmotto. ;-)

 

Liebe Caline, ich hoffe, meine Antworten haben dir gefallen! Jetzt kennt ihr meine halbe Lebensgeschichte, ist teilweise leider etwas länger geworden. Aber dafür hab ich ja andere Fragen kurz und knackig beantworten können :-) Ich hab mich jedenfalls sehr gefreut, den Award zu bekommen, vielen Dank! Es ist auch echt schön, solche Fragen zu beantworten – und zu lesen. Ich wünsche euch eine schöne Restwoche – bis bald!

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